Im Brammenlager vom Kabelproblem zur störungsfreien Kransteuerung
Applikation
Bei thyssenkrupp Steel Europe werden in einem Brammenlager mehrere Krane eingesetzt, die bis zu 40 Tonnen schwere Brammen transportieren. Ein Teil der Anlagen arbeitet mit elektrisch gesteuerten Zangen, die über PROFINET-Geber wichtige Positionsdaten wie Öffnungswinkel und Hubhöhe erfassen.
Die Signalübertragung zwischen Kran und Zange erfolgte ursprünglich über ein Hängekabel mit einer Länge von etwa 17 Metern bei einer Hubhöhe von rund 10 Metern.
Herausforderungen
Im laufenden Betrieb kam es immer wieder zu Kommunikationsstörungen zwischen Kransteuerung und Zange. Ursachen waren insbesondere die mechanischen Beanspruchungen der kabelgebundenen Verbindung.
Diese Störungen führten dann zu ungeplanten Unterbrechungen der Produktionsabläufe, da die Anlage vor Ort neu gestartet und justiert werden musste. Damit verbunden war zusätzlicher Aufwand für Instandhaltung und Betrieb.
Lösung
Zur Stabilisierung der Datenübertragung wurde die kabelgebundene Verbindung durch eine Funklösung mit DATAEAGLE ersetzt.
Die Installation erfolgte kurzfristig und unkompliziert nach dem Plug & Play Prinzip. Bereits nach einem ersten Test im Büro wurde das System direkt im laufenden Betrieb eingesetzt. Durch die einfache Installation konnte das Funksystem beim nächsten Ausfall in weniger als 60 Minuten installiert werden und läuft bis heute.
Der Master wurde am Kran installiert, während sich das Gegenstück direkt an der Zange befindet. Die Kommunikation erfolgt kabellos und ohne mechanische Beanspruchung.
Eingesetzte Produkte
- DATAEAGLE 4000 für industrielle Datenübertragung optimiert für PROFINET
- Passendes Zubehör und Antennen, für eine stabile Übertragung
Ergebnis
Seit dem Einsatz der Funklösung läuft die Kommunikation zwischen Kran und Zange stabil und zuverlässig.
Die Umstellung führte zu einer durchgehend stabilen Kommunikation, dem vollständigen Wegfall kabelbedingter Ausfälle sowie deutlich reduzierten Wartungseinsätzen. Gleichzeitig wurden die Anlagenverfügbarkeit und die Prozessstabilität nachhaltig verbessert.
Aufgrund der positiven Erfahrungen wurden weitere Systeme nachbestellt, um zusätzliche Krane sowie eine Reservezange auszustatten.
Holger Kreulich, verantwortlich für Kran- und Elektroanlagen, fasst zusammen:
Die Lösung funktioniert nach dem Leitsatz „Set and Forget“. Einmal installiert, läuft das System zuverlässig und ohne erneuten Eingriff. Wir sind alle begeistert!


